|
IMCA / PAWC 2010 in Fräschels
Fräschels stand vom 2. – 5. September 2010
im Zeichen der IMCA (Inoffizielle Agility-WM der Mischlings-
und Rassehunde, unabhängig der FCI) und der PAWC
(Weltmeisterschaft der Paraagilityaner). Für den
KVF waren Kathrin mit Dex im Team und im Einzel und
Sascha mit Orio im Einzel und Destiny im Team am Start.
Am Freitag begann der Wettkampf mit dem Jumping Individual
Large. Dex läuft mit Startnummer 25. Der Lauf war
alles andere als flüssig und promt kassieren die
beiden vor einem Tunnel eine Verweigerung, wohl aus
der Verzweiflung vom Richter gegeben für den sehr
unschönen Lauf, denn gemäss Reglement war
es keine Verweigerung. Dank des sehr schweren Laufes
beziehungsweise der vielen Fehler reichte dies für
den 11. Zwischenrang. Orio hatte eine der letzten Startnummern.
Leider nimmt er bereits beim 4. Hindernis den Zielsprung,
EL. Am Nachmittag stand dann der erste Lauf vom Team-Wettkampf
auf dem Programm. Dex läuft als Erste vom Team
und kommt ohne Fehler ins Ziel. Madeleine Lüscher
und Amber kommen als nächste dran auch v0. Dann
Gabi Winkler und Speedy mit einem Slalomfehler
schade! Zum Schluss dann Destiny und Sascha, mit einer
Dis nachdem Destiny um einen Sprung herumläuft
und diesen dann von der falschen Seite springt. Da dies
das Streichresultat war, liegen wir nach dem ersten
Tag und v5 auf dem 3. Zwischenrang.
Der Samstag stand im Zeichen der Teamwettkämpfe.
Wir starteten wieder in der gleichen Reihenfolge. Leider
fällt bei Dex bereits die Mauer.. und sie stellt
sich voll auf taube Ohren und verschwindet in einem
Tunnelloch unter dem Steg, wir bieten also bereits zu
dem Zeitpunkt das Streichresultat. Amber läuft
anschliessend wieder einen sauberen Nuller, ebenso Speedy.
Dann folgt Destiny... leider fällt nach der Wippe
eine Stange. Somit "nur" zweiter Schlussrang
hinter den Italiener. Zeitlich wären wir aber voll
dabei gewesen 28 Sekunden Vorsprung auf das italienische
Team aus 6 Läufen.
Am Sonntag folgte dann noch das Einzel. Orio startete
wegen seinem EL bereits sehr früh. Leider fliegt
er bereits über die Wippe, kein Anzeichen von Stoppen...
Zurückstellen und DIS. Dex kommt dann ziemlich
zum Schluss. Unsere Schlüsselstelle ist wieder
die Mauer, da sie in der Ecke steht und die Hunde gegen
die Abschrankung und das Licht springen müssen
und prompt fällt die Mauer, der Rest vom Lauf war
dann ein bisschen chaotisch, die Konzentration war weg,
aber dank dem v5 blieb uns der 11. Schlussrang. Das
Team Medium der Schweizer erzielte mit dem 3. Schlussrang
ebenfalls einen Podestplatz.
Parallel zu unserem Turnier fand die Weltmeisterschaft
der behinderten Agilitysportler statt. Gestartet wurde
je nach Art und Schweregrad der Behinderung in 7 Leistungsklassen,
beispielsweise Rollstuhlfahrer mit oder ohne Antrieb,
Gehbehinderte, geistige Behinderungen, usw. Die Tage
waren sehr beeindruckend. Was die behinderten Sportler
mit ihren Hunden gezeigt haben, ging wohl jedem unter
die Haut und der eine oder andere stand mit Tränen
in den Augen am Wettkampfring, wenn ein Team nach einem
schönen Lauf ins Ziel kam. Insbesondere der blinde
Bruno und sein Hund Sun haben sehr fasziniert. Bruno,
welcher bereits vor seiner Erblindung Agility betrieben
hat, führt seinen Tervueren, der nur ein Glöckli
am Hals trägt in vollem Renntempo nur mit Hilfe
eines Führers durch den Parcours. Die Schnelligkeit
mit der er realisiert, dass sein Hund ab der perfekten
Linie kommt und seine präzise Handlung daraus,
sollten jedem sehenden Agilityaner vor Augen führen,
wie gut wir unsere Hunde kennen müssen, so dass
wir solche Leistungen erbringen können.
Ich kann jedem Hundesportler nur empfehlen einmal einem
solchen Wettkampf oder Training beizuwohnen. Die Schweizer
Paragilitynationalmannschaft beendete den Wettkampf
zudem als bestes Team, was nebst dem zwischenmenschlichen
Höhepunkt auch noch die sportlichen Leistungen
krönte.
Kathrin Herzog
|