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Sani-/Sportgruppen-Weekend vom 1.-4. Mai 2008 im Schwarzwald

Um 9 Uhr morgens trafen „Saneler“ und „Schützler“ im „Höhengasthof Roessle“ im Schwarzwald beim Schluchsee ein. Nach einem Kaffee, wo die letzten fremden Namen ein Gesicht bekamen, starteten wir mit der Arbeit. Auf einer eingezäunten Wiese feilten die „Saneler“ an der Unterordnung, die „Schützler“ „suchten“ ihre ersten Fährten.

Konzentriert und warm eingepackt wurde gearbeitet. Auf die Packliste hatte Vreni in Erinnerung an frühere Weekends auch Gummistiefel und Regenkleidung gesetzt – nicht ganz zu unrecht, wie wir am ersten Tag bald feststellten. Aber natürlich liessen wir uns von Wind und gelegentlichem Regen die Laune nicht verderben…
An den folgenden Tagen wurden wir allerdings mit trockenerem und wärmerem Wetter belohnt, so dass wir uns die Trainingseinheiten der anderen teilweise sogar in der Sonne sitzend ansehen konnten.

Die vier Tage setzten sich aus Revierarbeit und Unterordnung für die „Saneler“ und aus Fährten-, Schutzarbeit und Unterordnung für die „Schützler“ zusammen. Das Nachtessen wurde jeweils von einem feinen Apéro eingeleitet, welcher die beiden Gruppen – die Mitglieder vorwiegend frisch geduscht – gemeinsam genossen.

Der Schwarzwald ist für jeden Sanitätshündeler ein absoluter Traum – wunderschöner alter Baumbestand, weich federnder Moosboden, kniehoher Heidelbeerflor, dazu natürliche Hindernisse wie Felsbrocken mitten im Wald oder kleine Sümpfe… Auch die Hunde schienen sich wohl zu fühlen und zeigten teilweise erstaunliche Leistungen ;-) Da gab es unter anderem „Doppelbringsler“ und fliegende Hunde…
Die Sporthundegruppe profitierte von der komfortablen Situation, drei wundervollen Piqueuren das Leben schwer machen zu können.
Was das Training anbelangt, konnten etliche Fortschritte verzeichnet werden; das intensive Training bot die Möglichkeit, gezielt an Schwachpunkten zu arbeiten, Gelerntes zu festigen und für einige dem Ziel einer Prüfungsteilnahme einen grossen Schritt näher zu kommen.

Mit der Zeit merkte man sowohl den Hunden wie auch den HundeführerInnen eine gewisse Müdigkeit an… Scubin rollte beispielsweise lieber über die Wiese, statt zu kriechen, und Evchen fuhr guten Mutes mit offenem Kofferraumdeckel von dannen. Hunde wurden mit falschen Kommandos in Verwirrung gestürzt (Fuss und Voran tönt ja „schampar“ ähnlich). Oder Bälle wurden zielsicher auf eine fremde Würstlifährte geworfen. Weshalb brachte wohl anschliessend Tasco den Ball nicht zurück? An dieser Stelle muss auch wieder einmal darauf hingewiesen werden, dass Figuranten die selben Auflagen wie Hunde haben: Versäubern im Waldrevier ist verboten! All diese Begebenheiten sorgten für Gesprächsstoff und lustige Abendstunden.

Bei Bier und deftiger Schwarzwaldkost lernten wir El Torro, auch Duschnie genannt, und manch anderen von ganz neuen Seiten kennen. Unser Jurtenbewohner blühte förmlich auf, als er mit unserer Gastwirtin, El Torro und dessen Auserwählten bei Hosensacktänzen auf dem Countryfest in der Brauerei Rothaus die Frauenherzen höher schlagen liess. Als Schlumi dienten uns Schwarzwaldhexen, eine brennende, hochprozentige Mixtur. Achtung, auch Finger fangen Feuer, wenn sie mit diesem Teufelszeug übergossen werden!

Glücklicherweise mussten wir keine schlimmen Unfälle verzeichnen. Auch die Lahmheit von Uloa, welche zur Schonung während dieser vier Tage führte, erwies sich als harmlose „trockene, rissige Füsse“, was unser Wetterglück eindrücklich unterstreicht.

Wir danken den Spendern des aussergewöhnlichen Freiluft-Apéros mit exotischen Wurstwaren, all unseren Übungsleitern und Piqueuren und der Organisatorin Vreni Jung ganz herzlich. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung in dieser gelungenen Gruppenzusammensetzung.


Bericht und Bilder: Bettina Krail, Claudine Rengel und Martina Lang








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