Kynologischer Verein Frauenfeld Präsident
Roger Forrer
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8266 Steckborn
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17. Dezember 2006/Fo |
SCHWEIZERISCHE KYNOLOGISCHE
GESELLSCHAFT
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3001 Bern
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Vernehmlassung: Einführung
einer Sporthundelizenz
Sehr geehrter Herr Zentralpräsident,
Peter Rub
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, Dr. Matthias
Leuthold
Für die Zustellung der Unterlagen möchten wir uns bedanken.
Vorweg erlauben wir uns die Anmerkung, dass der
Kynologische Verein Frauenfeld aus verschiedenen
nachfolgend ausführlich erwähnten Gründen
eine Einführung einer Sporthundelizenz für
die Absolvierung von Sporthundeprüfungen
in den Arbeitsgemeinschaften für das Gebrauchs-
und Sporthundewesen, sowie den Zulassungstest
ablehnt. Als zweitgösster Kynologischer Verein der Schweiz sehen wir den
von Ihnen beschriebenen Vorschlag, konkret durch
die Einführung einer Sporthundelizenz und
den Zulassungstest die Kasse der TKGS zu sanieren,
grundsätzlich als falschen Weg.
Der Kynologische Verein Frauenfeld möchte die Möglichkeit nutzen
und nimmt fristgerecht nachfolgend zu den verschiedenen
Teilen Stellung:
- Ganz offensichtlich und mehrfach in Ihrem Bericht erwähnt, soll
die Einführung einer Sporthundelizenz unter anderem zum Ausgleichen
des Budges der TKGS beitragen. Bei einem Sporthund würden somit
Mehrkosten von Fr. 400.00 bis Fr. 500.00 (8 bis 10 Prüfungsjahre)
entstehen. Sie deklarieren das unter dem Motto „Verbraucherprinzip“.
Mit der Einführung der Sporthundelizenz wird jedoch nach unserer
Meinung der Breitensport, welcher zur Zeit einen nicht zu unterschätzenden
materiellen Beitrag an die TKGS leistet, bestraft. Es wäre, mit
der Einführung der vorgeschlagenen Lizenz, zu erwarten, dass die
Teilnehmerzahlen an den Prüfungen massiv zurückgehen würden.
Den in Ihrem provisorischen Budget erwähnten Einnahmen in der Höhe
von Fr. 90'000.00 stellen Sie Mehrausgaben in der Höhe von Fr.
15'500.00 (Lohnanteil Sekretariat und div. Ausgaben für Lizenz)
gegenüber. Aus unserer Sicht können diese Zahlen grundsätzlich
nicht stimmen, werden zum Beispiel für die Ausstellung von 1'800
Linzenzen gerade mal Fr. 2'500.00 gegenübergestellt. Zudem hinkt
aus unserer Sicht der Vergleich der bereits bestehenden Agility- und
Obediencelizenz mit der gewünschten Sporthundelizenz. Obedience
wie auch Agility boomt im Gegensatz zu den Sporthundeprüfungen,
welche in den letzten Jahren immer mehr abgenommen haben. Diese Lizenz
würde mit Bestimmtheit eine weitere Abnahme fördern.
- Die Statutenänderung schlägt eine Sporthundelizenz für
das Gebrauchs- und Sporthundewesen sowie für Agility, Mobility
und Obedience im Artikel 11b vorwobei im Reglement, welches auf Art.
11b abstützt, Mobility wieder ausgeschlossen wird. Ganz offensichtlich
besteht hier eine zu bereinigende Diskrepanz.
- Der vorgeschlagene Test, welcher im Sinne von Punkt 5.4 des Reglements
von den SKG-Sektionen durchgeführt werden soll, hilft nach unserer
Erfahrung zudem nicht, Unfälle zu verhindern, sondern wird zusätzlich
einige Personen abhalten, zukünftig Prüfungen zu absolvieren.
Schlussbemerkungen:
Abschliessend erlauben wir uns die Anmerkung, dass der KVF der TKGS empfiehlt,
um ein ausgeglichenes Budget anzustreben, sich anderweitig Gedanken zu
machen.
Wir würden konkret eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages in
Erwägung ziehen, wenn die Rechnung nicht durch eine Ausgabenbremse
ins Lot gebracht werden kann.
Mit freundlichen Grüssen
KYNOLOGISCHER VEREIN FRAUENFELD
Roger Forrer, Präsident
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