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Kynologischer Verein Frauenfeld
Präsident
Roger Forrer

Rebhaldenweg 7
8266 Steckborn

Telefon P. 052 761'36'34
Telefon G. 052 762'03'30
Telefax 052 762'03'39
E-Mail: roger.forrer@tg.ch

8266 Steckborn, 17. Dezember 2006/Fo SCHWEIZERISCHE KYNOLOGISCHE GESELLSCHAFT
Postfach 8276
3001 Bern

Vernehmlassung: Einführung einer Sporthundelizenz

Sehr geehrter Herr Zentralpräsident, Peter Rub
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, Dr. Matthias Leuthold


Für die Zustellung der Unterlagen möchten wir uns bedanken.

Vorweg erlauben wir uns die Anmerkung, dass der Kynologische Verein Frauenfeld aus verschiedenen nachfolgend ausführlich erwähnten Gründen eine Einführung einer Sporthundelizenz für die Absolvierung von Sporthundeprüfungen in den Arbeitsgemeinschaften für das Gebrauchs- und Sporthundewesen, sowie den Zulassungstest ablehnt.

Als zweitgösster Kynologischer Verein der Schweiz sehen wir den von Ihnen beschriebenen Vorschlag, konkret durch die Einführung einer Sporthundelizenz und den Zulassungstest die Kasse der TKGS zu sanieren, grundsätzlich als falschen Weg.

Der Kynologische Verein Frauenfeld möchte die Möglichkeit nutzen und nimmt fristgerecht nachfolgend zu den verschiedenen Teilen Stellung:

  1. Ganz offensichtlich und mehrfach in Ihrem Bericht erwähnt, soll die Einführung einer Sporthundelizenz unter anderem zum Ausgleichen des Budges der TKGS beitragen. Bei einem Sporthund würden somit Mehrkosten von Fr. 400.00 bis Fr. 500.00 (8 bis 10 Prüfungsjahre) entstehen. Sie deklarieren das unter dem Motto „Verbraucherprinzip“. Mit der Einführung der Sporthundelizenz wird jedoch nach unserer Meinung der Breitensport, welcher zur Zeit einen nicht zu unterschätzenden materiellen Beitrag an die TKGS leistet, bestraft. Es wäre, mit der Einführung der vorgeschlagenen Lizenz, zu erwarten, dass die Teilnehmerzahlen an den Prüfungen massiv zurückgehen würden. Den in Ihrem provisorischen Budget erwähnten Einnahmen in der Höhe von Fr. 90'000.00 stellen Sie Mehrausgaben in der Höhe von Fr. 15'500.00 (Lohnanteil Sekretariat und div. Ausgaben für Lizenz) gegenüber. Aus unserer Sicht können diese Zahlen grundsätzlich nicht stimmen, werden zum Beispiel für die Ausstellung von 1'800 Linzenzen gerade mal Fr. 2'500.00 gegenübergestellt. Zudem hinkt aus unserer Sicht der Vergleich der bereits bestehenden Agility- und Obediencelizenz mit der gewünschten Sporthundelizenz. Obedience wie auch Agility boomt im Gegensatz zu den Sporthundeprüfungen, welche in den letzten Jahren immer mehr abgenommen haben. Diese Lizenz würde mit Bestimmtheit eine weitere Abnahme fördern.
  2. Die Statutenänderung schlägt eine Sporthundelizenz für das Gebrauchs- und Sporthundewesen sowie für Agility, Mobility und Obedience im Artikel 11b vorwobei im Reglement, welches auf Art. 11b abstützt, Mobility wieder ausgeschlossen wird. Ganz offensichtlich besteht hier eine zu bereinigende Diskrepanz.
  3. Der vorgeschlagene Test, welcher im Sinne von Punkt 5.4 des Reglements von den SKG-Sektionen durchgeführt werden soll, hilft nach unserer Erfahrung zudem nicht, Unfälle zu verhindern, sondern wird zusätzlich einige Personen abhalten, zukünftig Prüfungen zu absolvieren.

 

Schlussbemerkungen:

Abschliessend erlauben wir uns die Anmerkung, dass der KVF der TKGS empfiehlt, um ein ausgeglichenes Budget anzustreben, sich anderweitig Gedanken zu machen.
Wir würden konkret eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages in Erwägung ziehen, wenn die Rechnung nicht durch eine Ausgabenbremse ins Lot gebracht werden kann.

 


Mit freundlichen Grüssen

KYNOLOGISCHER VEREIN FRAUENFELD


Roger Forrer, Präsident



©Kynologischer Verein Frauenfeld, Postfach 515, 8501 Frauenfeld, Telefon 052 721 14 30